Im späten 12. Jahrhundert liessen die Herren von Hallwyl am Aabach einen Wohnturm errichten. Aus dieser Burg wurde im Verlauf der Jahrhunderte ein repräsentatives Wasserschloss. 1994 ging das Schloss als Schenkung an den Kanton Aargau über, der zwischen 1997 und 2004 eine dringend notwendige Gesamtsanierung durchführte. Das Schloss ist heute Teil des Museums Aargau.
Die unmittelbare Nachbarschaft von historischen Gebäuden zu Auenwald, Ried und Fluss machen das Schloss Hallwyl zu einem beliebten Ausflugsziel für Naturliebhaber. An den Gewässern brüten Haubentaucher, Bless- und Teichralle, im Ried singen Rohrsänger und Rohrammer, und im Auenwald lassen sich Nachtigall, Kleinspecht – und mit etwas Glück – der Pirol beobachten. Die Schlossanlage selbst ist Brutplatz von Stockente, Bach- und Bergstelze, Star, Baumläufer und weiteren Arten. Unübersehbar sind aber die Dohlen, welche dem Schloss Hallwyl ein ganz besonderes Gepräge geben. Die Sanierung der Schlossmauern, wo die meisten Brutpaare nisten, wurde etappenweise durchgeführt und alle Nistplätze konnten erhalten werden. Die Kolonie ist mittlerweile zur grössten in der Schweiz angewachsen.
Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Schlossanlage und einer Kaffeepause konnte entweder die Sammlung im Schloss besichtigt oder auf einem begleiteten Spaziergang entlang dem Aabach die reichhaltige Flora und Fauna der Auen- und Riedlandschaft kennengelernt werden.